Alpina war schon immer der bessere BMW. Aus der Kunst, einen serienmäßigen BMW zu etwas Besonderem zu machen wurde bei Alpina eine Philosophie. Man setzt dabei eher subtil an, schrille Effekte sind verpönt und gerade das schätzen auch die Alpinafreunde. Bei Alpina erkennt man das gute Grundkonzept eines BMW, welches in der Automobilbranche nahezu einzigartig ist. Ein BMW bildet schon von Haus aus eine gelungene Synthese aus Sportlichkeit und Komfort, elegant verpackt. Alpina katalysiert diese Eigenschaften in einer besonderes subtilen Weise, wertet jenen Charakter auf ohne das Konzept zu verraten.

Für sich genommen sind die Alpinazutaten eher "Kleinigkeiten", die in der Summe aber einen BMW entstehen lassen, wie man sich ihn "schon immer gewünscht hat". Zunächst stehen natürlich die Motoren im Mittelpunkt, welche von einem Mechaniker von Hand montiert werden. Alpina bietet aus Vernunftgründen nur verbesserte Topmotorisierungen an. Hier findet traditionelles Tuning in bester Machart statt. Optimierte Ansaug- und Abgaskanäle, erweiterte Ventilsitze, schärfere Nockenwellen, neue Kurbelwelle mit mehr Hub, neuer Block mit vergrößerter Bohrung. Abgerundet wird das Ganze mit einer völlig neu programmierten Motorsteuerung. Dabei werden in der Mechanik engste Toleranzen eingehalten, die schon aus Kostengründen bei der Großserienfertigung der BMW-AG gar nicht machbar wären. Die Brennräume werden exakt ausgelitert, die Welle besonders fein gewuchtet, Kolben und Pleul haben nur sehr enge Gewichtstoleranzen zueinander. So ist jeder Alpinamotor unter seiner scheinbar unauffälligen Serienoptik ein Meisterwerk an Präzisionsbau. Der neue Radiallader-V8 mit 4.4l z.B. hat nach Aussagen eines Alpinaprüftechnikers sogar nur eine Abweichung von real 3PS zu anderen Exemplaren. Das sind gerade einmal 0,6%! Großserienmotoren streuen dagegen gern bis gut 5%. Doch es wäre ungerecht, Alpina als "Tuner" zu bezeichnen, denn die Eingriffe beschränken sich nicht auf den Motor. Das Fahrwerk wird mit einer intensiv ausgetesteten Feder- Dämpferkombination neu abgestimmt, liegt dabei etwas tiefer und straffer und sorgt dennoch für genügend Komfort. Ein solches Fahrwerk bleibt in allen Situationen voll fahrbar und macht keine Kompromisse bei der Sicherheit. In Zusammenspiel mit den Alpinarädern wird auf dieses Fahrwerk dann das DSC (ESP) neu abgestimmt. Sollte das Differantial nicht passen, wird auch dieses ersetzt. Eine neue Abgasanlage, vom Krümmer bis zum Endrohr sorgt nicht nur für mehr Leistung durch geringeren Strömungsverlust sondern ist zudem noch aus Edelstahl, um seinen Besitzer die Sorgen vor einer möglichen Durchrostung zu nehmen. Dezente Spoiler, die trotz ihrer Unscheinbarkeit im Windkanal klar ihre begünstigende Wirkung auf Abtrieb und Verbesserung des CW-Wertes beweisen, geben dem Alpina im oberen Geschwindigkeitsbereich mehr Stabilität.

Im Inneren bekommt der Kunde auf Wunsch exklusive Lederausstattungen, die Grundausstattung ist bei Alpina umfangreicher als beim Serienpendant der BMW-AG. Der Fahrer aber auch seine Mitfahrer soll(en) sich stets in einem Alpina wohlfühlen. Ein Alpina zeichnet sich auch dadurch aus, daß er auf längeren Strecken angenehm und leicht zu fahren ist und trotzdem ein flottes Vorwärtskommen ermöglicht. Da sich Alpina in vergangenen Tagen sehr erfolgreich im Rennsport engagiert hat, ist ein Alpina-BMW im Gegensatz zum AG-BMW nicht abgeregelt, es kann die technisch maximal mögliche Höchstgeschwindigkeit gefahren werden. Die Motorauslegung ist dabei derart gelückt, das ein Alpina trotz seiner beeindruckenden Motor- und Fahrleistungen einen angenehm zurückhaltenden Kraftsoffverbrauch hat. Auch im Kaufpreis gibt sich ein Alpina moderat und kostet nie mehr als ein vergleichbares M-Modell der M-GmbH.

So wie Alpina-Chef Burkard Bovensiepen die Liebe zum guten Wein entdeckt hat, so kann man auch einen Alpina-BMW wie mit einem guten Wein vergleichen. Er reift mit den Jahren. Nicht wenige Alpinafreunde wissen das zu schätzen und lieben und pflegen ihren alten Alpina, welcher zeigt, das auch ältere Modelle fast zeitlos schön sein können und immer noch ihren Reiz ausüben.

In der Summe macht der Alpina also einen sehr exclusiven und edlen Eindruck, besonders wenn auch bei der Belederung nicht gespart wurde. Ein solches Auto ist durchaus sehr repäsentativ und kann überall vorgefahren werden ohne daß sich der Fahrer/Besitzer verlegen fühlen muß. Langfristig behält ein Alpina auch einen höheren Marktwert, besonders bei guter Pflege und physicher Werterhaltung.