Dual war in den 70ern und frühen 80ern ein Qualitätstandard und führend bei der Herstellung von Plattenspielern in Deutschland. Es gehört in sehr vielen Haushalten zum "guten Ton" einen Plattenspieler von Dual zu haben. Der hier vorgestellte 714 Q ist die dritte Generation des Dual-Spitzenmodells mit Direktantrieb. Neu war hier die Stabilisierung der Drehzahldrift mit einer Quarzgeregelten Refrenzfrequenz. Damit zog Dual mit der internationalen Konkurrenz gleich, die diese Besonderheit bereits anboten. Leider behielt Dual aber die nachteilige Eigenschaft bei, das Tonabnhemer eine propritäre Befestigung hatten und man auf speziell für Dual passende Tonabnehmer angewiesen war. Somit war es kaum möglich, den Dual-Plattenspieler mit einem Tonabnehmer eigener Wahl aufzuwerten. Es werden Adapter für die internationale Halbzoll-Befestigung angeboten, allerdings sind diese heute sündhaft teuer und aufgrund der Bauhöhe ist selbst hier die Auswahl wieder eingeschränkt. Der Tonarm ist zwar sehr leicht, aber technisch durchaus ausgeklügelt im Detail.

Hier wurde ein höherwertiges Phonokabel gewünscht. Zur Verwendung kam das bewährte RG62, welches durch seine geringe Eigenkapazität deutlich mehr Spielraum bei der Abstimmung der optimalen Phonokapazität bietet, besonders an separaten Phonoverstärkern, die eine diesbezügliche Einstellung anbieten. Nachteil des RG 62 ist, das es etwas dick und damit zäh ausfällt, aber die Installation ist geglückt.

Dual 714 Q_6

Innenansicht der Unterseite. Das originale Phonokabel verläuft unterhalb der angewinkelten Platine oben links.

 

 Dual 714 Q_5

Das neue Kabel wurde bereits verlegt und angeschlossen.

 

Dual 714 Q_4

Es paßte gerade noch durch die Öffnung im Stahblech. Ein Schrumpfschlauf schützt vor den Kanten der Öffnung.

 

Dual 714 Q_3

Dual 714 Q_2

Dual 714 Q_1

Eine technische Besonderheit bei den höherwertigen Dualplattenspielern war der Antiresonator im Gegengewicht, das ein tieffrequentes, mechanisches Aufschwingen des Tonarms bei weich aufgehangenen Tonabnehmern wirkungsvoll verhindert. An Bedienungsweise und Mechanik der Vollautomatik sind alle Dual-Plattenspieler vom gleichen Prinzip, kennt man einen Dual, findet man sich leicht auch bei allen anderen Dual-Modellen zurecht.