Der TD 127 bildet den Abschluß der großen, klassichen Thorensplattenspieler.  Abgeleitet aus dem ursprünglichen TD 226 folgte er dem TD 126 MkIV, welcher bereits wieder den Synchronmotorantrieb vom TD 126 MkII erhielt. Es bestand bei vielen Thorensfreunden der Wunsch, auch auf dem TD 126 einen langen Tonarm montieren zu können und vielen war der TD 226, der zwei Tonarme aufnehmen konnte, zu groß und aufwändig. Der TD 127 erhielt eine verstärkte Zarge ähnlich dem TD 226, eine nach rechts verlängerte Front- und Tastenblende, die ein Tonarmbrett von 17cm Breite erlaubte. Damit hatte dann auch ein langer Arm wie der SME 3012 Platz. Die größere und schwerere Haube bekam andere Scharniere und braucht zum Aufklappen mehr Platz nach hinten, als noch der TD 126. Elektronik und Antrieb unterscheiden sich nicht vom TD 126 MkIV, lediglich dem Umstand, das unterhalb der Frontblende eine Blechabdeckung verwendet wurde, erzwang den Anschluß einer Erdleitung (PE). Hier muß man mit statischen Aufladungen aufpassen, die auch die Elektronik des TD 127 in Verlegenheit bringen können. Ansonsten ist der TD 127 dem TD 126 baugleich, auch das 10mm-Sinterlager wurde vom TD 126 MkIV übernommen. Er war entweder mit schwarz gebeizten Holzfurnier oder in Mahagonifurnier lieferbar. Im Unterschied zum TD 126 wurde die Tastenblende nicht mehr schwarz eloxiert, sondern in einem Graumetalliclack seidenmatt lackiert. Ebenso passend dazu das Schwingchassis.Das Tonarmbrett erhielt ein zur Zarge passendes Furnier.

Ferner waren alle TD 127 serienmäßig zu einer Umrüstung  auf das Thorens-Vakuum-System "VCM" vorbereitet, mit denen Schallplatten auf eine spezielle Teller-Mattenkombination verwellungsfrei angesaugt werden konnten. Dabei stand das Lager während des Abspielens nicht unter Vakuumdruck. Die Vorbereitung erkennt man am Ventilanschluß auf der Zargenrückseite, welcher bis zum Lager fortgesetzt ist.

Eine solide Konstruktion. Der TD 127 erschien 1983 und wurde im Vergleich zum TD 126 MkIII jedoch nur noch in geringer Stückzahl gefertigt, denn im gleichen Jahr mußte Thorens bereits seinen ersten Konkurs anmelden. Gerade der TD 126/127 wurde vom Konkursverwalter als zu kostspielig in der Produktion bemängelt und daher deren Produktion eingestellt. Es sollte später der TD 520 in deutlich vereinfachter Form folgen.

 TD 127_1

 Die Zarge wurde gegenüber dem TD 126 verstärkt, unterscheidet sich im prinzipiellen Aufbau aber nicht.

 

TD 127_4

 

TD 127_5

Hier sieht man den PE-Anschluß, der alle Metallflächen einbezieht.

 

TD 127_2

Die Frontblende mit Steuerelektronik und Netzteil.

 

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Das Netzteil mit Motorsteuerung.

 

TD 127_1

....von vorn.

 

TD 127_6

So sieht eine intakte Lagerachse aus.

 

TD 127_7

 

TD 127_8

 

TD 127_10

Es handelt sich bei diesem Exemplar um eines in Mahagonifurnier und werkseitig eingebauten SME 3012R mit Endabschaltung. Leider ist durch die Endabschaltungskonstruktion der SME etwas in seiner Höhenverstellbarkeit limitiert.

 

TD 127_9

 

TD 127_2

 

TD 127

Bis auf die Abmessungen ist der TD 127 in den Werksdaten gleich mit dem TD 126 MkIV.